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Solaranlage kaufen: 7 Schritte von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme

Solaranlage kaufen

Der Ablauf beim Solaranlage kaufen

Zwischen dem ersten Anruf bei einem Solarteur und dem Moment, in dem der Wechselrichter zum ersten Mal Strom ins Hausnetz speist, vergehen häufig drei bis sechs Monate. Wer diese Spanne nicht kennt und im Frühjahr plant, weil er im Sommer schon Eigenstrom nutzen will, gerät leicht unter Zeitdruck. Der Ablauf selbst lässt sich aber in klar abgrenzbare Schritte gliedern, die sich mit etwas Vorbereitung gut planen lassen.

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Am Anfang steht die Anfrage, und schon hier entscheidet sich viel über die spätere Qualität der Anlage. Ein seriöser Betrieb fragt nicht nur nach der Dachfläche, sondern auch nach Ausrichtung, Neigung, Verschattung durch Nachbargebäude oder Bäume, dem Zustand der Dacheindeckung und dem bisherigen Stromverbrauch der letzten ein bis zwei Jahre. Diese Angaben braucht er, um eine Anlage auszulegen, die zum Haus passt, statt eine Standardgröße zu verkaufen. Wer bereits beim ersten Kontakt Verbrauchsdaten aus der Stromrechnung bereithält, beschleunigt den Prozess und bekommt realistischere Angebote.

Auf die Anfrage folgt in der Regel eine Vor-Ort-Begehung oder zumindest eine Auswertung von Luftbildern und Dachdaten. Bei dieser Begehung wird die nutzbare Dachfläche vermessen, die Statik grob eingeschätzt und geprüft, ob der vorhandene Zählerschrank für die neue Anlage geeignet ist oder ausgetauscht werden muss. Gerade ältere Zählerschränke erfüllen die heutigen Anforderungen oft nicht mehr, was zusätzliche Kosten von einigen hundert Euro bedeuten kann. Diese Prüfung gehört ausschließlich in die Hände eines eingetragenen Elektrofachbetriebs, Eingriffe am Zählerschrank oder an der Hausinstallation sind dem Laien ohnehin nicht erlaubt.


Das Angebot und die Entscheidungsfindung

Aus der Begehung entsteht das eigentliche Angebot, und an dieser Stelle lohnt sich genaues Rechnen. Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 4.000 bis 5.000 Kilowattstunden wird häufig eine Anlage zwischen 6 und 10 Kilowattpeak ausgelegt, die Kosten liegen je nach Modulqualität, Montageaufwand und Region derzeit bei etwa 1.200 bis 1.800 Euro je Kilowattpeak, inklusive Wechselrichter und Montage. Ein Speicher mit 5 bis 10 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität kommt, wenn gewünscht, mit weiteren 4.000 bis 8.000 Euro hinzu. Ob sich der Speicher lohnt, hängt stark vom Verbrauchsprofil ab: Wer tagsüber wenig zuhause ist, hebt seine Eigenverbrauchsquote durch einen Speicher oft von 30 auf 60 bis 70 Prozent, wer ohnehin viel tagsüber verbraucht, profitiert weniger. Ein gutes Angebot zeigt diese Zahlen transparent, mit Ertragsprognose in Kilowattstunden pro Jahr, Amortisationsrechnung und einer realistischen Eigenverbrauchsquote statt pauschaler Versprechen.

Nach der Auftragserteilung beginnt die Wartezeit, die viele Hausbesitzer unterschätzen. Module und Wechselrichter sind meist innerhalb weniger Wochen lieferbar, Speicher bestimmter Bauarten können je nach Marktlage länger auf sich warten lassen. Parallel dazu muss der Netzbetreiber die Anlage prüfen und den Netzanschluss genehmigen, was ebenfalls mehrere Wochen dauern kann, besonders wenn die vorhandene Netzkapazität in der Straße bereits ausgelastet ist. Diese Schritte laufen in der Regel über den beauftragten Fachbetrieb, der Hausbesitzer muss selbst nicht mit dem Netzbetreiber verhandeln, sollte aber nachfragen, wann die Anmeldung eingereicht wurde.

Die Montage selbst nimmt bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus meist ein bis drei Tage in Anspruch, abhängig von Dachtyp, Anzahl der Module und ob ein Speicher mitinstalliert wird. Für Aufdachanlagen auf Ziegeldächern ist der Aufwand meist geringer als bei Flachdächern, wo zusätzliche Aufständerung und Auflastsicherung nötig sind. Während der Montage sollte der Hausbesitzer erreichbar sein, um kurzfristige Fragen zur Dachdurchführung oder zum Standort des Wechselrichters zu klären, mehr Beteiligung ist aber nicht nötig und aus Sicherheitsgründen auch nicht erwünscht.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf diesen Artikel zum Thema: Photovoltaik Anbieter vergleichen: Regionaler Solarteur oder bundesweiter Anbieter?.


Die Inbetriebnahme und der Betrieb der Solaranlage

Nach der Montage folgt die elektrische Inbetriebnahme durch den Fachbetrieb, bei der Wechselrichter und gegebenenfalls Speicher eingerichtet, die Kommunikation mit dem Zähler geprüft und die Anlage auf korrekte Einspeisung getestet wird. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist und der Zähler entsprechend eingerichtet wurde, darf die Anlage dauerhaft Strom ins Netz einspeisen. Parallel dazu muss die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden, eine Pflicht, die unabhängig von der Anlagengröße gilt und in der Regel vom Fachbetrieb übernommen oder zumindest begleitet wird.

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Für die Einspeisevergütung gilt: Die Höhe wird vom Gesetzgeber festgelegt und regelmäßig angepasst, aktuell auf Basis des Zeitpunkts der Inbetriebnahme. Wer eine feste Vergütung über den üblichen Zeitraum von zwanzig Jahren erhalten will, sollte sich vor der Entscheidung beim Netzbetreiber oder auf den Seiten der Bundesnetzagentur über die aktuell gültigen Sätze informieren, da sich diese seit der Einführung mehrfach geändert haben. Auch steuerlich hat sich einiges vereinfacht: Für die meisten kleinen Dachanlagen entfällt inzwischen die Umsatzsteuer beim Kauf, und die Einnahmen aus der Einspeisung sind bei kleineren Anlagen häufig einkommensteuerfrei. Ob das im Einzelfall zutrifft, hängt von Anlagengröße und persönlicher Situation ab, weshalb hier der Steuerberater oder ein Energieberater die verlässlichere Auskunft gibt als eine allgemeine Aussage im Artikel.

Förderprogramme, etwa zinsgünstige Kredite der KfW für Anlage und Speicher, ändern sich ebenfalls in Konditionen und Verfügbarkeit. Wer einen Kredit einplant, sollte den Antrag vor Beauftragung stellen, da nachträgliche Förderungen häufig ausgeschlossen sind. Auch hier gilt: Die aktuellen Bedingungen beim jeweiligen Programm direkt prüfen, statt sich auf Angaben aus zweiter Hand zu verlassen.

Nach der Inbetriebnahme beginnt der eigentliche Betrieb, und auch der verläuft nicht ganz ohne Aufwand. Die Ertragsüberwachung über eine App oder ein Webportal zeigt, ob die Anlage die prognostizierten Kilowattstunden tatsächlich liefert, größere Abweichungen über mehrere Wochen sind ein Grund, den Fachbetrieb zu kontaktieren. Module selbst brauchen kaum Pflege, gelegentliche Verschmutzung durch Pollen oder Laub mindert den Ertrag nur geringfügig. Speicher altern dagegen messbar: Nach zehn Jahren ist mit einem Kapazitätsverlust von 20 bis 30 Prozent zu rechnen, was bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung von Anfang an berücksichtigt werden sollte.

Passend dazu haben wir einen weiteren Beitrag zum Thema: Energieeffizienz.

Die Amortisation einer Anlage ohne Speicher liegt bei den genannten Kosten und einer Eigenverbrauchsquote von 30 bis 40 Prozent meist zwischen acht und zwölf Jahren, mit Speicher und höherem Eigenverbrauch verschiebt sich das oft in eine ähnliche oder etwas längere Spanne, weil die höheren Anschaffungskosten den Vorteil der besseren Eigenverbrauchsquote teilweise wieder aufzehren. Wie genau sich das für ein konkretes Haus darstellt, hängt von Strompreisentwicklung, Verbrauchsprofil und tatsächlichem Ertrag ab, weshalb pauschale Amortisationsversprechen im Angebot immer kritisch zu prüfen sind.

Starten Sie sofort mit der Planung!

Wer jetzt am Anfang steht, sollte als Nächstes die eigenen Verbrauchsdaten der letzten Jahre zusammensuchen, zwei bis drei Angebote von unterschiedlichen Fachbetrieben einholen und diese anhand der genannten Kennzahlen vergleichen, statt allein auf den Endpreis zu schauen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert der Prozess von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme?

Der gesamte Ablauf kann zwischen drei und sechs Monaten in Anspruch nehmen, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Verfügbarkeit von Materialien und der Genehmigung durch den Netzbetreiber.

Was wird bei der Vor-Ort-Begehung geprüft?

Bei der Begehung werden die nutzbare Dachfläche, die Statik und die Eignung des Zählerschranks für die neue Solaranlage geprüft.

Wie viel kostet eine Solaranlage im Durchschnitt?

Die Kosten für eine Solaranlage liegen derzeit bei etwa 1.200 bis 1.800 Euro je Kilowattpeak, inklusive Wechselrichter und Montage.

Was muss ich bei der Einspeisevergütung beachten?

Die Einspeisevergütung wird vom Gesetzgeber festgelegt und regelmäßig angepasst. Es ist wichtig, sich vor der Inbetriebnahme über die aktuellen Sätze zu informieren.

Wie kann ich meine Solaranlage nach der Inbetriebnahme überwachen?

Die Ertragsüberwachung erfolgt über eine App oder ein Webportal, die Ihnen zeigt, ob die Anlage die prognostizierten Kilowattstunden liefert.