☀️ Photovoltaik in Niedersachsen

Anbieter, Solarpflicht, Kosten & Förderung

Niedersachsen gehört zu den führenden Bundesländern in der Energiewende. Mit über 250.000 installierten PV-Anlagen und einer Gesamtleistung von rund 8 GW ist Solarenergie hier ein zentraler Bestandteil der Stromversorgung. Die Region profitiert von über 1.500 Sonnenstunden pro Jahr, was Photovoltaik wirtschaftlich attraktiv macht.

Nordkreis Solar

PV-Solution-Sergej Torkunov

TP ENERGY GmbH

Norddeutsche Solar & Ingenieurgesellschaft mbH

enerix Weser-Ems – Photovoltaik & Wärmepumpen

Solaranlage in Hannover und Photovoltaikanlage | Solar Hertz

enerix Diepholz – Photovoltaik & Stromspeicher

DD Solar

Solartechnik Melle GmbH & Co.KG

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✅ Warum Photovoltaik in Niedersachsen lohnt

  • Gute Sonneneinstrahlung: Durchschnittlich 950–1.050 kWh/m² pro Jahr.
  • Einspeisevergütung: Für neue Anlagen bis 10 kWp ca. 12,47 ct/kWh bei Volleinspeisung und 7,86 ct/kWh bei Teileinspeisung (EEG).
  • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp senkt die Investitionskosten.
  • Solarpflicht: Für Neubauten und Dachsanierungen gilt in Niedersachsen eine Solarpflicht für bestimmte Gebäude.

 

💰 Kosten für Photovoltaikanlagen in Niedersachsen

  • Durchschnittskosten pro kWp: ca. 1.500 €.
  • 8 kWp-Anlage: ca. 12.000–14.000 € inkl. Montage.
  • 15 kWp-Anlage: ca. 20.000 €.
  • Speicheroptionen: Zusatzkosten ca. 6.000–10.000 €.
  • Amortisation: Nach 8–10 Jahren möglich.

 

📌 Förderung & Finanzierung 2025

  • Bundesweite Programme:
  • Landesförderung Niedersachsen:
    • Zuschüsse für Balkonkraftwerke (bis zu 500 €).
    • Speicherförderung für private Haushalte (je nach Budget verfügbar).
  • Steuervorteile:
    • 0 % Umsatzsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp.
    • Einkommensteuerbefreiung für kleine Anlagen bis 30 kWp.

💰 Wie funktioniert die Solarpflicht in Niedersachsen?

Die Solarpflicht in Niedersachsen ist seit dem 1. Januar 2025 verbindlich und in der Niedersächsischen Bauordnung (§ 32a NBauO) geregelt. Hier die wichtigsten Punkte:

 

✅ Wer ist betroffen?

  • Neubauten: Alle Wohn- und Gewerbegebäude mit einer Dachfläche von mindestens 50 m².
  • Dachsanierungen: Wenn die Dachhaut grundlegend erneuert wird (z. B. Neudeckung, Anbau, Aufstockung) und die Fläche ≥ 50 m² beträgt.
  • Parkplätze: Offene Parkflächen mit mehr als 25 Stellplätzen müssen ebenfalls mit Solar überdacht werden.

 

🔍 Was ist vorgeschrieben?

  • Mindestens 50 % der nutzbaren Dachfläche müssen mit Photovoltaik-Modulen belegt werden.
  • Alternativ kann eine Solarthermieanlage installiert werden, wenn sie mindestens 80 % des jährlichen Wärmebedarfs deckt.
  • Bei Fassaden ist eine Abdeckung von mindestens 15 % möglich, wenn Dachflächen ungeeignet sind.
  • Die Installation muss spätestens 12 Monate nach Fertigstellung des Daches erfolgen (bei Sanierungen: 18 Monate).

 

⚠️ Ausnahmen

Die Pflicht entfällt oder wird reduziert, wenn:

  • Technisch unmöglich (z. B. Reet- oder Glasdächer, fehlende Traglast).
  • Wirtschaftlich nicht vertretbar (Amortisationszeit > 20 Jahre, hoher Netzanschlussaufwand).
  • Andere öffentlich-rechtliche Pflichten entgegenstehen.
  • Solarthermie bereits vorhanden (Pflichtfläche reduziert sich entsprechend).
  • Bei unvorhergesehenen Schäden (z. B. Sturmschäden) gilt die Pflicht nicht für reine Reparaturen.

 

✅ Ziel der Regelung

  • Ausbau der Photovoltaik auf Dächern und versiegelten Flächen.
  • Beitrag zur Klimaneutralität bis 2040.
  • Nutzung des „kostenlosen“ Solarpotenzials auf Gebäuden.

 

Praxis-Tipp für Bauherren

  • Frühzeitig prüfen, ob das Dach statisch geeignet ist.
  • Förderungen und KfW-Kredite einplanen.
  • Bei Mehrfamilienhäusern: Abstimmung in der WEG rechtzeitig starten.
  • Bei Neubauprojekten: PV-Anlage direkt in die Bauplanung integrieren, um Nachrüstkosten zu vermeiden.

✅ Wer ist verantwortlich?

  • Bauherren tragen die Hauptverantwortung für die Umsetzung der Solarpflicht.
  • Sie müssen sicherstellen, dass die Vorgaben aus § 32a NBauO erfüllt werden und die Photovoltaikanlage installiert ist.

 

🔍 Kontrolle durch Behörden

  • Bauaufsichtsbehörden überwachen die Einhaltung der Solarpflicht im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens.
  • Bei Neubauten und Dachsanierungen wird die PV-Pflicht bereits bei der Bauantragsprüfung berücksichtigt.
  • Nach Fertigstellung kann die Behörde einen Nachweis verlangen, dass die Anlage installiert wurde.

 

📄 Nachweis & Dokumentation

  • Bauherren müssen eine Fachunternehmererklärung oder vergleichbare Unterlagen aufbewahren.
  • Bei Ausnahmen (z. B. technische Unmöglichkeit oder wirtschaftliche Unvertretbarkeit) muss eine detaillierte Begründung vorgelegt werden.
  • Diese Nachweise sollten zusammen mit den Bauunterlagen archiviert werden, um bei Kontrollen vorgelegt werden zu können. [hwk-hannover.de]

 

⚠️ Sanktionen bei Verstößen

  • Die Niedersächsische Bauordnung sieht Ordnungswidrigkeiten vor, wenn die Pflicht nicht erfüllt wird.
  • Bußgelder können verhängt werden, deren Höhe sich nach dem Bauordnungsrecht richtet (oft mehrere Tausend Euro).
  • Zusätzlich kann die Behörde die Nachrüstung anordnen, was zu erheblichen Mehrkosten führt.

 

Praxis-Tipp

  • Frühzeitig die PV-Planung in die Bauplanung integrieren.
  • Alle Nachweise (Fachunternehmererklärung, Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei Ausnahmen) sorgfältig dokumentieren.
  • Bei Unsicherheiten: Rücksprache mit der örtlichen Bauaufsicht oder der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

✅ Checkliste für den Anbietervergleich

  1. Technische Kompetenz: Zertifizierungen, Erfahrung, Komplettservice.
  2. Produktqualität: Module, Wechselrichter, Speicher – Marken und Garantien prüfen.
  3. Preis & Transparenz: Detailliertes Angebot ohne versteckte Kosten.
  4. Service & Garantie: Leistungsgarantie (25 Jahre), Wartungsverträge.
  5. Finanzierung: Kauf-, Miet- oder Leasingmodelle, Förderberatung.
  6. Referenzen: Kundenbewertungen und regionale Projekte.
  7. Zusatzleistungen: Wallbox, Smart-Home-Integration, Monitoring.

 

Fazit

Niedersachsen bietet ideale Bedingungen für Photovoltaik – sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen. Mit bundesweiten Förderungen, steuerlichen Vorteilen und einer wachsenden Infrastruktur lohnt sich die Investition in Solarenergie. Wer Angebote vergleicht und die Checkliste nutzt, findet die beste Lösung für sein Zuhause.

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