☀️ Was ist eine Allgefahrenversicherung für PV-Anlagen?
Die Allgefahrenversicherung ist eine spezielle Absicherung für Photovoltaikanlagen. Sie deckt nahezu alle unvorhersehbaren Schäden ab – von Naturkatastrophen über Vandalismus bis hin zu technischen Defekten. Im Gegensatz zu einer einfachen Elektronikversicherung bietet sie einen Rundum-Schutz für deine Solaranlage.
🔍 Welche Risiken sind abgedeckt? #
- Naturgefahren: Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung
- Diebstahl und Vandalismus
- Tierbiss und Kurzschluss
- Feuer und Explosion
- Bedienungsfehler und Materialfehler
- Ertragsausfall bei längeren Reparaturen (optional)
✅ Vorteile der Allgefahrenversicherung #
- Umfassender Schutz für alle denkbaren Risiken
- Finanzielle Sicherheit bei hohen Reparaturkosten
- Ertragsausfall-Option für zusätzliche Absicherung
- Wertsteigerung der Anlage durch langfristige Sicherheit
⚠️ Nachteile und Einschränkungen #
- Höhere Kosten als Standardversicherungen
- Selbstbeteiligung bei Schadensfällen möglich
- Ausschlüsse: Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, normale Abnutzung
📊 Vergleich: Allgefahrenversicherung vs. Standardversicherung #
| Merkmal | Allgefahrenversicherung | Standardversicherung |
|---|---|---|
| Abdeckung Naturgefahren | ✔ | ✔ |
| Diebstahl & Vandalismus | ✔ | Teilweise |
| Tierbiss & Kurzschluss | ✔ | ✖ |
| Bedienungsfehler | ✔ | ✖ |
| Ertragsausfall | Optional | ✖ |
✅ Interpretation: Die Allgefahrenversicherung bietet den umfassendsten Schutz für PV-Anlagen.
❓ FAQ – Häufige Fragen zur Allgefahrenversicherung #
1. Ist die Allgefahrenversicherung Pflicht?
Nein, aber dringend empfohlen für Betreiber von PV-Anlagen.
2. Was kostet die Versicherung?
Je nach Anlagengröße und Leistung ca. 50–150 € pro Jahr pro kWp.
3. Deckt sie auch Batteriespeicher ab?
Ja, oft als Zusatzoption.
4. Gibt es eine Selbstbeteiligung?
Ja, üblich sind 150–500 € pro Schadensfall.
5. Was passiert bei Totalschaden?
Die Versicherung ersetzt den Neuwert oder zahlt eine Wiederbeschaffungssumme.
✅ Was bedeutet Ertragsausfall? #
Wenn deine PV-Anlage durch einen versicherten Schaden (z. B. Sturm, Hagel, Brand, Diebstahl) ausfällt und keinen Strom produziert, entsteht ein finanzieller Verlust. Die Ertragsausfallversicherung ersetzt diesen entgangenen Gewinn.
🔍 Wie wird der Ertragsausfall berechnet? #
- Basis: Erwarteter Stromertrag laut Ertragsprognose oder Monitoring-Daten
- Zeitraum: Ab dem Schadentag bis zur Wiederinbetriebnahme
- Vergütung: Meist orientiert an der Einspeisevergütung oder dem Marktwert des Stroms
Beispiel:
- Prognose: 1.000 kWh pro Monat
- Ausfall: 2 Monate
- Vergütung: 0,10 € pro kWh
→ Entschädigung: 200 €
✅ Was ist abgedeckt? #
- Technische Defekte (z. B. Wechselrichter-Schaden)
- Naturereignisse (Sturm, Hagel, Blitz)
- Diebstahl oder Vandalismus
⚠️ Wichtige Einschränkungen #
- Selbstbeteiligung möglich
- Maximale Entschädigung pro Jahr begrenzt
- Keine Deckung bei vorsätzlichem Verhalten oder fehlender Wartung oder Fehlfunktionen der Anlage selbst entstehen – nicht durch äußere Einflüsse wie Sturm oder Hagel. Hier die wichtigsten Beispiele:
✅ Typische technische Schäden #
- Kurzschluss in Modulen oder Kabeln
- Defekte Wechselrichter (z. B. durch Überhitzung oder Bauteilversagen)
- Fehlerhafte Verkabelung oder lose Kontakte
- Materialfehler in Modulen (z. B. Zellbruch, Delamination)
- Elektronikschäden durch Überspannung oder interne Fehler
- Fehlerhafte Steuerungssysteme (Monitoring, Regeltechnik)
🔍 Was ist nicht technisch? #
- Schäden durch Naturereignisse (Sturm, Hagel, Blitz) → gelten als Elementarschäden
- Diebstahl oder Vandalismus → gelten als Fremdeinwirkung
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